Expert Talk.

Verpackungstrend Kaltfolie: schnell, kosteneffizient und Mehrwert inklusive.

Durch hochwertige Effekte auffallen! Diesen Wunsch äußern Hersteller immer öfter, wenn es darum geht, ihr Produkt verkaufsfördernd zu verpacken. Und immer öfter kommt dabei der Kaltfolienauftrag zum Einsatz. Denn wo andere Verfahren zu langsam oder zu teuer sind, zaubert das Kaltfolienmodul FoilStar von Heidelberg faszinierende Metallic-Effekte schnell und kosteneffizient auf die Verpackung – inline in nur einem Druckdurchgang. Wie Produktmanager Thomas Friedrich erläutert, ist das jedoch nicht der einzige Grund, warum für Verpackungsdrucker der Weg immer häufiger zu Kaltfolienanwendungen mit FoilStar führt.


FoilStar ermöglicht Ihnen eine Vielfalt außergewöhnlicher Veredelungen für Verpackungen.

Mit Kaltfolie veredelte Verpackungen erobern zunehmend neue Marktsegmente, beispielsweise die Consumer-Elektronik. Woran liegt das?

Der Veredelungsgrad bei Verpackungen steigt. Denn je mehr die Produktvielfalt zunimmt, desto mehr entscheidet sich der Kampf um die Gunst der Kunden über die Verpackung. Kaltfolie ist aufgrund ihrer Brillanz und Vielseitigkeit geradezu dafür prädestiniert, Produkten das gewisse Etwas zu verleihen, damit sie aus der Masse hervorstechen. Durch feine Raster, Überdrucken, Lackieren, nachträgliches Prägen sowie den Einsatz von Effektfolien und ausgefallenen Substraten ermöglicht sie einzigartige Eye-Catcher. Gleichzeitig punktet sie durch eine hohe Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

Eine hochwertige Veredlung zu einem attraktiven Preis: Wie klappt das?

Das Aufbringen der Folie ist bei maximaler Druckgeschwindigkeit möglich. Bei einer Speedmaster XL 106 sind das bis zu 18.000 Bogen pro Stunde. Nach dem Kaltfolienauftrag kann der Karton oder der Kunststoff im selben Durchgang mehrfarbig bedruckt und lackiert werden – mit konventionellen oder mit UV-Farben. Die veredelten Druckbögen lassen sich sofort weiterverarbeiten, ohne dass Zwischenschritte nötig sind. Dadurch verkürzen sich die Auftragsdurchlaufzeiten gegenüber einem Offline-Verfahren enorm – auch wegen des schnellen Umrüstens.

Hoher Output und kurze Lieferzeiten sind ein Vorteil. Wie sieht es in punkto Wirtschaftlichkeit aus?

Kaltfolie wird im Offsetdruck wie eine zusätzliche Farbe behandelt. Als Druckform dienen Standard-Druckplatten. Für die Verarbeitung von Kaltfolien werden keine weiteren speziellen Werkzeuge oder Formen wie bei der Heißfolienprägung benötigt. Darüber hinaus kann ich durch Überdrucken der silbernen Kaltfolie den gewünschten Farbton, etwa Gold, erzeugen. Das verringert die Prozesskosten, aber auch die Beschaffungs- und Lagerkosten, da nicht für jeden unterschiedlichen Farbton eine extra Folie verarbeiten werden muss. Ein weiterer Vorteil ist der sparsame Materialverbrauch. Unser FoilStar sitzt auf dem zweiten Druckwerk. Über das erste Druckwerk wird ein Kleber auf die zu veredelnden Stellen des Druckbogens aufgetragen. Im zweiten Druckwerk findet der Transfer der Aluminiumpigmente statt. Dazu wird die Folienbahn in dem zwischen Gummituch- und Druckzylinder befindlichen Druckspalt mit dem Offsetbogen in Kontakt gebracht. Damit hierbei nur so viel Folie wie nötig verbraucht wird, bieten wir unser Kaltfolienmodul mit Taktung an.

Wieviel Material lässt sich konkret einsparen?

Je nach Druckjob spart die Taktung des FoilStar bis zu 80 Prozent Folie ein. Wieviel genau, das hängt vom Drucksujet ab. Normalerweise dreht die Folie immer um eine volle Zylinderdrehung weiter und damit um eine ganze Bogenlänge. Beim getakteten FoilStar stoppt der Transport nach dem Folienauftrag. Das verringert den Folienverbrauch um 30 Prozent – bei jedem Druckjob. Hinzu kommen weitere Möglichkeiten durch Anpassen des Folienbedarfs an das Drucklayout. So lässt sich der Folienvorschub pro Bogen bis auf 200 Millimeter kürzen und über die Formatlänge variabel genau dort platzieren, wo der Kaltfolienauftrag erwünscht ist. Diese Option bringt Anwendern sogar eine Materialeinsparung von insgesamt bis zu 80 Prozent. Über die Formatbreite vermeidet das Bahnsplitting unnötigen Verbrauch. Hierbei wird die Kaltfolie statt mit einer Bahn über die gesamte Bogenbreite mit schmaleren Bahnen auf die zu veredelnden Bereiche aufgetragen. Ein weiteres Highlight: Die bis zu sechs Bahnen lassen sich mit verschiedenen Folienarten bestücken und ihre Breite ist nach Bedarf wählbar.


Die Kaltfolienveredlung sorgt für brillante Druckprodukte.

Was ist, wenn keine Kaltfolienveredelung gebraucht wird?

Der FoilStar lässt sich abschalten und die belegten Druckwerke auf den Offsetdruck umrüsten. Farbwerk waschen und ein neues Gummituch einspannen. Fertig.

Welcher strategische Zusatznutzen ergibt sich durch neue Anwendungen oder Trends?

Kaltfolie öffnet die Tür, um in Marktsegmente vorzustoßen, in denen eine hochwertige Veredelung bisher ausschied, weil sie zu teuer oder nicht machbar war. Ein Beispiel sind Hologramm-Muster mit schillernden Regenbogenverläufen Dieser Trend ist durch Spezialfolie realisierbar. Bei High-End-Geräten wie zum Beispiel teuren Smartphones, dient Kaltfolie im Verpackungsdesign nicht nur dazu, den Premium-Look zu erzeugen. Die Spezialeffekte werden zunehmend auch als Sicherheitsmerkmal eingesetzt. Das zeigt: Druckereien, die Kaltfolie anbieten können, treffen damit den Zeitgeist.

Und was spricht ausgerechnet für den FoilStar?

Anwender erhalten eine integrierte Lösung aus einer Hand. Die Vorteile sind: ein optimiertes Zusammenspiel zwischen Druckmaschine und Kaltfolienmodul sowie ein Ansprechpartner im Support und Service, der sie bei Fragen zu Anwendung und Technik betreut.

Ist die Kaltfolie ein vollwertiger Ersatz für die Heißfolienprägung?

Nein. Es gibt spezielle Anwendungen, für die ist Heißfolie die bessere Wahl. Beispielsweise bei haptischen Effekten. Mithilfe des Prägestempels lassen sich Bedruckstoffe gleichzeitig mit Strukturen oder Reliefs versehen. Bei der Kaltfolie ist dazu ein zweiter Arbeitsgang nötig. Außerdem entsteht durch Druck und Hitze ein höherer Glanz als bei der Kaltfolie. Im Bereich Heißfolienprägen bieten wir zusammen mit unserem Partner MK derzeit drei Maschinen an: die Easymatrix 106 FC , die Promatrix 106 FC sowie die Duopress 106 FCSB . So gibt es für unsere Kunden für jede Anwendung die passende Lösung von Heidelberg.

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