Expert Talk.

Pharma-Packaging mit der Speedmaster XL 75 Anicolor 2: Weil jede Sekunde zählt.

Unterschiedliche Packungsgrößen, Dosierungen und Wirkstoffkonzentrationen – die Losgrößen im Pharmabereich sinken. Die Herausforderung lautet, stetig kleinere Auflagen mit Sonderfarben bei steigender Variantenvielfalt wirtschaftlich zu produzieren. Häufig auch noch fälschungssicher oder veredelt.

Klingt unmöglich? Mit der Speedmaster XL 75 Anicolor 2 von Heidelberg ist das zu schaffen. Sie kombiniert schnelle Farbwechsel in extrem kurzen Rüstzeiten mit bewährter Offsetdruck-Qualität bei einem minimalen Verbrauch von Anlaufbogen.

Der Trend zu niedrigeren Auflagen im Pharmabereich wird durch unterschiedliche Packungsgrößen und stark spezialisierte Medikamente geprägt. Druckereien müssen daher beim Auftragswechsel richtig Gas geben, um rentabel zu fertigen. „Wie in der Formel 1 entscheidet sich das Rennen gegen Zeit und Stückkosten nicht nur über Geschwindigkeit, sondern auch beim Boxenstopp“, weiß Jürgen Link, Produktmanager bei Heidelberg. Und genau hier, beim Auftrags- und Farbwechsel, glänzt die Speedmaster XL 75 Anicolor 2 mit rasanten Rüstzeiten.

Halbierte Rüstzeiten und bis zu 90 Prozent weniger Anlaufmakulatur

Ein Farbwechsel mit drei oder vier Sonderfarben kann mit der Speedmaster XL 75 Anicolor 2 ohne Mühe in weniger als fünf Minuten erfolgen. Denn die Anicolor besitzt etwas, was sich Drucker schon immer wünschen: Die komplette Farbkammer lässt sich mit wenigen Handgriffen ganz einfach aus der Maschine nehmen und durch eine andere mit der nächsten Sonderfarbe ersetzen. Und das innerhalb von Sekunden. „Parallel zur laufenden Produktion kann die Farbkammer für den nächsten Auftrag mit einer neuen Sonderfarbe vorbereitet werden. Die benutzte Farbkammer wird zur Seite gestellt, wenn in einem der nachfolgenden Aufträge die gleiche Sonderfarbe wieder benötigt wird“, erklärt Jürgen Link.

Nach dem Farbtausch kommen die weiteren Vorteile der Anicolor-Technologie zum Tragen. Die Maschine arbeitet ohne Farbzonen. Ein neuer Druckauftrag ist durch die schnelle und konstante Einfärbung bereits nach rund 30 Anlaufbogen in Farbe. Bei standardisierten Abläufen stimmen Farbmuster und Fortdruck exakt überein. Das bringt gegenüber herkömmlichen Offsetmaschinen bis zu 50 Prozent mehr an Produktivität und bis zu 90 Prozent Ersparnis bei den Anlaufbogen.

Eine Schachtel wie die andere – über den gesamten Bogen und die Auflage hinweg

Die Herausforderung im Pharmafaltschachtelbereich lautet, die Nutzen mit ihren kleinen Sonderfarbenflächen und -schriften über den Bogen und die gesamte Auflage konstant zu halten und schnellstmöglich mit nur wenigen Anlaufbogen gleichmäßig in Farbe zu sein. Eine weiterer Herausforderung, die sich mit der Anicolor einfach meistern lässt. Dafür sorgt das technologisch ausgefeilte Farbwerk: Eine formatgroße Raster- und eine Farbauftragswalze übertragen das gewünschte Farbvolumen auf die Druckplatte. Durch diese punktuelle Farbübertragung spielt es keine Rolle, ob nur eine kleine Fläche bzw. ein Schriftzug oder eine Fläche über den ganzen Bogen gedruckt werden muss. Mit jeder Umdrehung erhält die Druckplatte exakt die Farbe, die benötigt wird, um die gewünschte Fläche zu drucken. Ein Über- oder Unterfärben ist somit konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Durch Erwärmen oder Abkühlen jeder einzelnen Rasterwalze wird die Farbmenge exakt dosiert. Das Ergebnis: eine gleichmäßige Einfärbung über die gesamte Auflage auch bei geringster Farbabnahme. Die Qualitätsansprüche der Pharmabranche lassen sich so zuverlässig erfüllen und feinste Sicherheitsmerkmale wie etwa Mikroschriften tadellos drucken.

Ein standardisiertes Farbmanagement in Verbindung mit Saphira-Verbrauchsmaterialien trägt ebenfalls zur Produktionssicherheit bei. „Wir haben die Saphira Prozess- und Sonderfarben bestens auf die Anicolor-Technologie abgestimmt. Die Sonderfarben entsprechen dem Pantone Matching System“, betont Jürgen Link. Der Vorteil für Druckereien: Sie können die vom Kunden zugelassenen Farbsysteme verarbeiten. Zudem erzielen sie eine identische Farbwiedergabe bei Druckjobs, die sie auf der Speedmaster XL 75 Anicolor 2 oder auf konventionellen Offsetmaschinen fertigen.

Vielseitige Anwendungen: Fälschungsschutz und Spezialeffekte

Dass die Speedmaster XL 75 Anicolor 2 auch Sonderanforderungen beherrscht, liegt auf der Hand. Der Fälschungsschutz spielt im Pharmabereich schließlich eine wichtige Rolle. Jedes zweite online verkaufte Medikament gilt inzwischen als Fälschung*. Als Sicherheitsmerkmale verarbeitet die Anicolor beispielsweise fluoreszierende Farben, die unter Schwarzlicht leuchten, und "Coin reactive"-Farben, die erst sichtbar werden, wenn sie mit einer Geldmünze bzw. mit Metall in Berührung kommen.

Im schnell wachsenden OTC-Segment (Over-the-counter-Markt) spielt die Speedmaster XL 75 Anicolor 2 ihre Stärken nicht nur beim Thema Fälschungssicherheit aus: „Geht es um aufmerksamkeitsstarke Effekte, etwa mit Hilfe von Metallicfarben wie Gold und Silber oder dem Deckweißauftrag auf teuren Substraten wie metallisiertem Karton, senkt jeder eingesparte Makulaturbogen die Stückkosten“, hebt Jürgen Link hervor. „Aber auch Lackeffekte lassen sich mit der Speedmaster XL 75 Anicolor mit einem Lackierwerk einfach und kostengünstig herstellen. Auf Wunsch auch in UV.“

Das entscheidende Plus an Produktivität und Kosteneffizienz

„Aufgrund der großen wirtschaftlichen Vorteile und der exzellenten Druckqualität haben Kunden aus dem Pharma-Verpackungsbereich bereits in die zweite Speedmaster XL 75 Anicolor 2 investiert“, berichtet der Produktmanager. Denn je kleiner die Auflagen und je häufiger die Auftragswechsel sind, desto größer sind die Vorteile der Speedmaster XL 75 Anicolor 2. So summieren sich die verkürzten Rüstzeiten bei zehn Aufträgen pro Schicht im Dreischichtbetrieb auf eine Mehrkapazität von beachtlichen 625 Stunden pro Jahr.

Hinzu kommen die Kostenvorteile durch Materialeinsparung: Betriebe sparen durch die verringerten Anlaufbogen rund 150.000 Euro im Jahr. Zusätzlich gewinnen sie Flexibilität, weil sie mit der Maschine je nach Auftragslage auch hohe Auflagen von mehreren Zehntausend Bögen wirtschaftlich im Offsetdruck produzieren können. „Unsere Kunden sind von der Speedmaster XL 75 Anicolor 2 voll überzeugt, wenn nicht gar begeistert“, sagt Jürgen Link. „Die Maschine liefert ihnen das entscheidende Plus an Produktivität, Kosteneffizienz und Lieferfähigkeit in einem hart umkämpften Markt.“

Mit Digitaldruck ab Losgröße 1 kosteneffizient produzieren

Im Einklang mit dem Trend zu immer kleineren Auflagen aufgrund personalisierter Medizin sowie zunehmender Sprach- und Länderversionen verkürzen sich auch die Lieferzeiten bei Medikamenten. Die Rondo AG in der Schweiz produziert auf der Primefire 106 bereits on-demand eine Vielzahl von Einzelaufträgen für einen Großkunden. Pharmaverpackungen können jetzt auch ab Losgröße 1 kosteneffizient produziert und variable Daten wie Serialnummern direkt mit dem Druck der Verpackung aufgebracht werden. Zudem deckt das Siebenfarben-Inkjet-System mit Fujifilm Inkjet- und Prinect Multicolor-Technologie bis zu 95 Prozent des Pantone-Farbraums ab und generiert so Zeit- und Kostenvorteile.

Die Primefire ist hier die optimale Kombination zur Anicolor. Auch sie kann als Siebenfarb- Maschine mit Multicolor betrieben werden. Mithilfe der Prinect Multicolor-Software lassen sich Hunderte von Marken- und Sonderfarben reproduzieren. Mehr Informationen zu Prinect Multicolor finden Sie hier.

Somit bietet die Anicolor beide Möglichkeiten: Den Druck von reinen Sonderfarben oder diese mit Prinect Multicolor im erweiterten Farbraum zu reproduzieren. Ein weiterer Vorteil ist die verfügbare UV-Ausstattung. Somit können die Aufträge sofort nach dem Druck in die Weiterverarbeitung, was die Auftragsdurchlaufzeit noch weiter verkürzt.

*Quelle: https://www.chemanager-online.com/themen/produktion/faelschungssichere-pharmaverpackungen

Einfach Kontakt aufnehmen.

Ihr Dialog mit Heidelberg.

Ohr und Sprechblase in HDM-Farben

Wir freuen uns auf Sie!

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: für weitere Informationen, ein individuelles Angebot und alles, was Sie rund um Heidelberg und unsere Produkte sonst noch interessiert.


Kontakt zu Heidelberg